Die salomonische Weisheit des Unentschiedens

Mein erstes Posting, und das gleich zu solch einem denkwürdigen Spiel, das sämtliche Höhen und Tiefen bis zu einem Schlussdoppel um kurz vor Elf vereinigte. Im Stile einer Mittelklassemannschaft konnten wir mal wieder nicht rechtzeitig den Sack zumachen und mussten am Ende noch zufrieden sein, die eigene Halle nicht als Verlierer zu verlassen.

Gegner war der TTC Südost. Wir erwarteten ein spannendes Spiel und insbesondere der Respekt vor der gegnerischen Nummer 1, Semen Groys, war groß. In der Umkleidekabine wurden die Worte „ukrainisches Nationalteam“ gewispert, aber was es damit auf sich hat, kann ich euch auch nicht sagen.

Die beiden Anfangsdoppel gingen nach miserabler Leistung weg. Zum Glück behielt unser bislang ungeschlagenes Paradedoppel Hannes+Bernd mit 11:9 im 5.Satz die Oberhand und stellte mal wieder unter Beweis, dass 50 Jahre Tischtennis-Erfahrung und ein enges Leibchen so schnell nicht zu bezwingen sind. Danach ließ Thomas seinem Gegner keine Chance, und ich wuchs unter den strengen Augen von Coach Gerald Haase über mich hinaus und konnte nach 0:2-Satzrückstand einen gänzlich unerwarteten Sieg einfahren. Hannes und Bernd ließen in der Mitte nichts anbrennen und auch Reno konnte sich recht klar durchsetzen, so dass wir uns beim Stand von 6:2 bereits in der Riege der Bezirksklasse-Spitzenteams wähnten. Oli verlor dann leider trotz großen Kampfes und weiblicher Unterstützung gegen einen äußerst unangenehmen Gegner (lange Noppen), und dann nahm das Verhängnis seinen Lauf. In der zweiten Hälfte der Einzel konnte ich noch die gegnerische Nummer 2 bezwingen, aber das war es auch schon.  Von allen verlorenen Spielen ist besonders das Einzel von Hannes erwähnenswert, der es schaffte, trotz 10:6-Führung im 5. Satz, insgesamt sieben Matchbällen und einem spektakulär engen Leibchen zu verlieren.  Nach 7:4 stand es also 7:8, und hätten wir das Schlussdoppel nicht noch im 5.Satz mit 12:10 gewonnen wäre ich jetzt echt stinkesauer.

Fazit: Der Kampf um den vierten Platz bleibt spannend und sollte uns bis zum Ende der Saison auch alles abverlangen.

Ein Kommentar

  1. Sowas, da hätte ich ja doch noch zum Zuschauen dableiben sollen. Das Leibchen fiel mir auch auf.

    Aber immerhin, letztes Doppel gewonnen, das haben wir letztens nicht geschafft.

    Glückwunsch zum Unentschieden.

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