2. Mannschaft — Licht und Schatten—

Am 1.Tag nach der Winterpause mußten wir zu Hause gegen VfK Südwest III antreten. In der gesamten Zeit war unsere Halle geschlossen, wir konnten keinen einzigen Schlag an der Tischtennisplatte ausführen. Die „Weihnachtsgans“ oder andere schwere Essen und Süßigkeiten zeigten sich auf der Hüfte, wodurch jeder „Hüftschwung“ verhindert war.

Die Mannschaft wollte diese kleinen Hindernisse durch besonderen Elan ausgleichen. Die Doppel begannen wir schwungvoll und führten danach zu unserer eigenen Verwunderung 3:0. Das war uns sehr selten gelungen. Auch die nächsten beiden Einzel konnten wir gewinnen und führten 5:0. Was jetzt passierte konnte bis heute noch niemand erklären. Lethargie, Sorglosigkeit, fehlendes Training  oder einfach Pulver verschossen?

Alle 4 Einzel wurden verloren und schwupp, schon stand es nur noch 5:4. Ein Schock!. Danach konnte nur noch Thomas sein Einzel gewinnen und wir verloren 6:9.  Gegen diesen Gegner und auch den nächsten – CfL III –  hatten wir in der Hinrunde 8:8 gespielt.

Eine große Ernüchterung und Enttäuschung im Jahre 2010. Was nun?

Mit diesen Vorzeichen fuhren wir nach Rudow zum CfL III. Eigentlich konnte es nur noch schief gehen. Richtig. Nach den Dopppeln und dem 1.  Einzel stand es 4:0 für CfL. Geknickt spielten wir ohne jegliche Erklärung für unseren Einbruch weiter. Nächster Zwischenstand 5:1. Jetzt mußte etwas passieren.

Wie beim Fußball brachten wir unseren „Edeljoker“   Stephan ins Spiel. Und siehe da, neue Hoffnung keimte. Zusammen mit Hannes und Oliver konnte er auf 5:4 verkürzen. Das inspirierte den Gegner und er zog auf 7:5 davon.

Bei dem Abstand hatten auch alle anderen neuen Mut geschöpft und gingen mit neuem Elan in die Punktejagd. Und wieder stach der „Edeljoker“. Zusammen mit Oliver und mir konnte er den Spielstand auf 7:8 drehen.

Nun mußte das letzte Doppel entscheiden. Da Reno fehlte, konnte unser Standarddoppel 1 nicht spielen. Der Gegner hatte mit Pos.1 und 2 seine besten Spieler im Abschlußdoppel. Ohne jegliche Begründung, nur aus einem Bauchgefühl heraus, hatten wir Hannes und mich als Schlußdoppel aufgestellt. Eigentlich ohne große Chancen gegen diese starken Gegner. Eigentlich !

Doch jedes Spiel muß erst gewonnen werden. Optimistisch stimmte uns, dass wir den 1. Satz mit 12:10 gewannen. Dann stand es in Sätzen 2:1 für uns. Der Gegner hatte sich  auf unser Spiel eingestellt. Was nun?

Unsere Mannschaft hatte den Spielverlauf gut  analysiert. In der Satzpause erklärten sie uns kompakt und fast beschwörend, wie wir spielen mußten. Das machten wir ohne „Wenn“ und „Aber“, gewannen 3:1 und damit das ganze Spiel nach diesem Rückstand noch 9:7.

Locker, zufrieden und vergnügt  machten wir uns auf den Heimweg.

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